Zu Gast im Rasenfunk (SC Freiburg – Bayer 04 Leverkusen 2 : 4)

Es ist schon wieder ein Wochenende, bei dem es mir nicht reicht, einen richtigen Text zum Spiel zu schreiben. Dieses Mal, weil ich zu Gast im Rasenfunk war. Die Folge findet ihr im Podcatcher eurer Wahl oder direkt unter https://rasenfunk.de/schlusskonferenz/287.

 

Hier nur eine kurze Einschätzung in Stichpunkten, nächste Woche dann wieder ein richtiger Text:

Freiburg spielte im 4-4-2 und hat es gut geschafft, die Mitte dicht zu machen. Amiri, Wirtz und Baumgartlinger hatten in der ersten Halbzeit kaum interessante Ballaktionen. Und auch im Spiel nach vorne sah es zunächst recht gut aus. Der frühe Führungstreffer und das Abseitstor – es war bereits das fünfte knappe Abseitstor im sechsten Spiel – waren schön aus dem eigenen Aufbau herausgespielt. Kübler fügte sich gut ein und Höler machte eines seiner besseren Spiele. Die Position des zweiten Stürmers für Sallai war vielleicht nicht optimal.

Warum diese prinzipiell gute Leistung nicht zu Punkten führte, lässt sich in diesem Spiel relativ leicht ausmachen. Höfler hatte einen wirklich gebrauchten Tag. Beim 1:1 bekommt er Druck von Wirtz und Heintz dreht sich genau in dem Moment, als Höfler ihn anspielen will. Der ungenaue Rückpass wird zu einer perfekte Steilvorlage für Alario. Beim 1:2 kommt Höfler am eigenen Sechzehner an den Ball, spielt ihn einem Leverkusener in den Fuß, der passt zu Wirtz, der legt raus auf Bender, es kommt zur Hereingabe und zum Tor. Beim 1:3 steht der SC aufgefächert in der Aufbausituation und Höfler tritt über den Ball. Leverkusen spielt durch die recht offene Mitte und Amiri macht mit einem sehr schönen Distanzschuss das Tor. Es ist auch etwas unglücklich, dass aus den letzten beiden Situationen die Tore fallen, die Fehler waren aber dennoch offensichtlich. Das ist alles nicht so gut gelaufen für Höfler, dessen Wichtigkeit im Zentrum für das Freiburger Spiel mit und gegen den Ball aber hier nicht infrage gestellt werden soll. Das wird an anderen Orten im Interenet übernommen.

Sein Partner machte hingegen ein sehr gutes Spiel. Santamaria hat die Fähigkeit, dass der erste Ballkontakt bei einer Balleroberung, häufig auch schon der einleitende Pass für den Konter ist. Vor der Saison sagten Hartenbach, Saier und Streich, man suche einen Sechser mit Umschaltqualitäten und genau den haben sie auch gefunden. Der Neuzugang macht richtig Spaß.

Petersen war letztes Spiel etwas unsichtbar, als Joker scheint man sich auf ihn verlassen zu können.

Insgesamt steht die Defensive nicht so sicher wie letzte Saison. Der Abgang von Koch ist spürbar. Schlotterbeck holt aktuell noch die Vorbereitung nach. Eine Dreierkette mit ihm könnte vielleicht etwas stabilisieren.

Grifo findet immer besser in die Saison. Er hat allerdings eine Szene nach der Pause, in der er Sallai auf den Weg in den Strafraum anspielen muss, aber den eigenen Abschluss wählt.

Soweit die kurze Einschätzung. Mehr Schriftliches dann wieder nächste Woche.

 

Eine direkte Überweisung ist für mich selbstverständlich noch besser:

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