SC Freiburg – SpVgg Greuther Fürth 3 : 1

Nach einem ausführlicheren Text zum Spiel gegen Wolfsburg folgt nun eher ein kürzerer zum Spiel gegen Greuther Fürth. Nächste Woche geht es dann ja auch schon gegen den FC Bayern und da wird es eher wieder ausführlicher.

1. Aufstellung

Es war unsicher, welche Spieler nach der Partie gegen Osnabrück, die bis ins Elfmeterschießen ging, für dieses Spiel fit werden würden. Lienhart, Nico Schlotterbeck, Höfler und Kübler waren allesamt fraglich, standen aber alle von Beginn an auf dem Platz. Das war auch gut so, denn mit den Ausfällen von Sallai und Petersen war die Bank nicht mehr ganz so gut besetzt, wie man es in dieser Saison gewöhnt ist.

Streich stellte im 4-4-2 auf und Schade durfte zum zweiten Mal von Beginn an bei den Profis spielen. Weiterlesen

VfL Wolfsburg – SC Freiburg 0 : 2

1. Das neunte Spiel ungeschlagen

Mit einem 0:2 in Wolfsburg setzte der SC Freiburg seine bemerkenswerte Serie fort. In der Liga ist man nach dem neunten Spieltag noch ungeschlagen und belegt mit 19 Punkten den dritten Platz. Nur sechs Gegentreffer und vier Spiele zu null sind jeweils der Bestwert der Liga. Und wie Patrick im Spodcast vollkommen zu Recht erwähnte, liegt das nicht an einem leichten Auftaktprogramm. Der SC Freiburg hat schon gegen drei aktuelle Champions-League-Teilnehmer gespielt und dabei sieben Punkte geholt. Ausgehend von der bisherigen Saison belegen fünf der bisherigen Gegner Plätze aus der oberen Tabellenhälfte und vier aus der unteren Tabellenhälfte. Der gute Saisonstart dringt langsam auch zu den Medien durch und auch gegnerische Trainer scheinen den Sportclub so langsam anders einzuschätzen. Das konnte man auch in diesem Spiel beobachten.

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SC Freiburg – RB Leipzig 1 : 1

1. Die Aufstellung

Wie bereits in den letzten drei Spielen startete der SC Freiburg im 5-2-3/ 3-4-3-System. Im Vergleich zum eher durchschnittlichen Spiel gegen die Hertha vor zwei Wochen gab es nur einen personellen Wechsel: Kübler fiel aufgrund eines Infekts aus und Sildillia kam zu seinem Startelfdebüt.
Kurz zum Debütanten: Er kam 2020 vom FC Metz B aus Frankreich und spielte dann in der Regionalliga für die zweite Mannschaft des Sportclubs. Dort wurde er als rechter Innenverteidiger in einer Dreikette eingesetzt, hatte aber – ähnlich wie Ezekwem auf links – sehr viele Vorstöße. Er ist schnell und führt ziemlich kompromisslose Zweikämpfe. Besonders auffällig wurde er auch durch seine 7 Tore in 36 Spielen, weil er im Offensivkopfball nach Standards enorm gefährlich ist. Die Anpassung an die dritte Liga läuft, nach dem was ich teilweise gesehen habe, ganz okay. Er ist nicht ganz so dominant in den Zweikämpfen wie in der Regionalliga, macht aber dennoch einen guten Eindruck und hat physisch überhaupt keine Probleme. Aufgrund seiner Schnelligkeit kam Streich wahrscheinlich auch auf die Idee, ihn als defensive Variante des rechten Schienenspielers einzusetzen. Weiterlesen

FSV Mainz 05 – SC Freiburg 0 : 0

1. Freiburger „Angstgegner“ in Topform

Rein nach den Daten ist Mainz gar nicht so deutlich ein „Angstgegner“ für Freiburg, wie man es als Fan vielleicht im Kopf hat. 14 Siege, 12 Unentschieden und 17 Niederlagen bei 44:60 Toren ist durchaus noch im Rahmen. Dazu hat man vorletzte Saison sogar beide Spiele gewonnen. Und dennoch sind die beiden Niederlagen letzte Saison und das 0:5 in der vorletzten Saison weiterhin sehr präsent. Dazu kommt, dass Mainz unter Svensson in unglaublich guter Form ist. In der letzten Rückrunde belegte man den 5. Platz der Bundesliga und aus den ersten vier Spielen holten sie neun Punkte.
So erklärt sich, warum Streich auf der Pressekonferenz in den höchsten Tönen von Mainz 05 sprach. Inhaltlich ging es dabei besonders um die Intensität, die die Mainzer auf den Platz zeigen und bei der sich der Freiburger Trainer nicht sicher war, ob das eigene Team dem genug eigene Energie entgegenbringen kann. Weiterlesen

SC Freiburg – 1. FC Köln 1 : 1

1. Verteidigung im Strafraum

Kölns Spiel ist sehr auf Flanken von Schmitz, Kainz und Hector ausgelegt. Das ergibt auch Sinn, wenn man mit Modeste und Andersson zwei der besten Bundesligaspieler im Bereich Kopfballabschluss im Team hat. In der ersten Halbzeit flogen 18 Flanken in den Freiburger Strafraum. 5 Flanken kamen an, eine führte zu einem Abschluss auf das Tor (Andersson in die Arme von Flekken), eine führte zu einer Großchance (Andersson drüber) und eine führte zum Tor (Modeste gegen die Laufrichtung).
Die Spielweise war nicht überraschend. Deswegen kann man sich fragen, wie Freiburg das verteidigen wollte. Streich stellte sein Team im 4-4-2 auf. Der verletzte Höfler wurde von Eggestein ersetzt. Die Nationalspieler bekamen keine Pause, wie man das beim SC teilweise nach den Länderspielunterbrechungen praktizierte. Die Flanken verteidigte der Sportclub im Strafraum mannorientiert. Kölns ballferne Achter und der Zehner rücken bei guter Flankenposition der Außenverteidiger schon früh ein. Die wurden dann von einem Sechser und dem ballfernen Außenverteidiger aufgenommen. Beim Gegentor standen Kainz, Uth, Modeste und Andersson im und am Strafraum gegen Kübler, Keitel, N. Schlotterbeck und Lienhart. Solche eins zu eins Aufteilungen gab es sehr häufig. Und über weite Strecken des Spiels funktionierte das auch richtig gut. Dass bei so vielen Flanken irgendwann eine durchrutscht, muss man in Kauf nehmen. Und ein Gegentor in einem Spiel zu kassieren, ist auch kein schlechtes Ergebnis. Damit holt man meistens mindestens einen Punkt. Der Plan war also mutig, ging aber ganz gut auf. Weiterlesen

Saisonauftakt 2021/22 (Spieltag 1-3)

1. Die Aufgaben zum Saisonauftakt

Schon früh in der Saison sah sich der SC Freiburg mit sehr unterschiedlichen Aufgaben konfrontiert. Bielefeld, Stuttgart und Dortmund sind jeweils als ein individuell stärkeres, ein schwächeres und ein etwa gleich starkes Team einzuschätzen. Bielefeld agierte viel mit langen Bällen, Dortmund und Stuttgart eher mit Kombinationen durch das Zentrum. Bielefeld und Dortmund spielten mit einer Raute im Zentrum, Stuttgart mit einer Dreierkette in der Abwehr. Nur was die Spielverläufe angeht, war die Abwechslung nicht ganz so groß. Einmal musste man über 90 Minuten bei einem 0:0 die Balance zwischen Offensive und Defensive halten, zweimal konnte man schon früh in Führung gehen und nach einer gewissen Zeit eher auf das Umschaltspiel setzen. In Rückstand ist der Sportclub noch nicht geraten.

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Taktische Aspekte der Saison 20/21

Während Sallai gerade noch das DFB-Team geärgert hat, geht es hier auf dem Blog schon wieder um die Taktik des SC Freiburg. Ein besonderes Augenmerk wird auf die „Experimente“ gelegt, die vielleicht auch die Grundlage für eine taktische Erneuerungen in der nächsten Saison sein könnten.

 

1. Freiburgs Fundament bleibt bestehen

Aus taktischer Sicht konnte man in dieser Saison viel Bekanntes wiederentdecken. Die beiden Hauptsysteme waren das 4-4-2 und das 3-4-3. Weiterlesen

FC Bayern München – SC Freiburg 2 : 1

 

Bayernartikel werden häufiger gelesen also herzlich Willkommen auf diesem Blog ihr Neuen. Der Artikel ist wie so oft eine Mischung aus oberflächlicher Taktikanalyse, Nacherzählung des Spiels und Herausheben von ein paar Besonderheiten.

Wer sich besonders für die Bayern interessiert, kann unter 1. und 7. nachlesen. Allen die Zugang zum ganzen Spiel im Relive haben, empfehle ich sehr die Szene zwischen der 39. und 40. Minute. Sie ist aus Freiburger Sicht wirklich sehr hübsch und für Bayernfans, die sich mit Defensivproblemen beschäftigen möchten, zumindest interessant.

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