SC Freiburg – VfB Stuttgart 2 : 0

Wieder Zeitprobleme – deswegen nur kurz und kaum überarbeitet.

1. Taktik

Es ergeben sich situativ mit und gegen den Ball immer unterschiedliche Formationen. Im Aufbau rücken die Außen auf, Grifo fällt oft zurück, Höfler kippt teilweise ab usw. Aber es gibt dennoch bestimmte Mechanismen einer Formation mit und gegen den Ball. In diesem Spiel hat der Sportclub tatsächlich mit zwei ganz unterschiedlichen Formationen gespielt. (Nik Staiger hat das auch schon im Pokal so gesehen, aber da würde ich ihm widersprechen. Zumindest war es hier gegen Stuttgart deutlicher.)
Mit dem Ball war es eine Viererkette. Kübler rückte auf und Lienhart, Flekken und N. Schlotterbeck übernahmen ganz klar den Aufbau. Manchmal ließ sich auch Höfler fallen.
Gegen den Ball war es dann aber ein 3-4-3 mit Kübler als rechter Innenverteidiger und Schade als Schienenspieler und Bewacher von Sosa (, ähnlich wie es Nik Staiger auch auf der PK Streich gefragt hatte, um ihn hier nochmal lobend zu erwähnen. Seine Fragen an Streich bereichern diese Presserunden.)
Damit hatte man gegen den Ball viele Mannorientierungen, aber gegen den Ball Präsenz im Strafraum wie auch die Möglichkeit die Außen zu überlagern. Weiterlesen

SC Freiburg – Bayer 04 Leverkusen 2 : 1

Spiele am Sonntagabend sind schlecht für den Blog. Deshalb ein Text in Rekordzeit und hoffentlich nicht allzu vielen Fehlern.
Es wird kein Hinrundenfazit geben, weil ich bis zum 20.01.2022 im Stress bin.
Im Spodcast sprechen wir über das Spiel und die Hinrunde.

1. Aufstellung und Herangehensweise

Gegen Union Berlin hatte Streich eine besondere Aufstellung gewählt. Beide Schlotterbecks durften in einer Dreierkette spielen und das System war auch eher ungewohnt. Man spielte im 5-3-2 mit Grifo auf der Acht. Mit einer eher vorsichtigen Herangehensweise holte man immerhin einen Auswärtspunkt an der alten Försterei. Gegen Leverkusen war es systematisch wieder das 4-4-2. Die beiden personellen Besonderheiten waren die Einsätze von Sallai und Haberer.

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SC Freiburg – TSG 1899 Hoffenheim 1 : 2


1. Die ersten 25 Minuten

Nach dem furiosen 6:0 gegen Gladbach änderte Streich weder das System noch das Personal. Das heißt, wie im letzten Spielbericht nachgetragen, dass der Sportclub im 4-2-3-1 presste.

    Demirovic    
  Grifo Höler Schade  
  Höfler   Eggestein  
Günter N. Schlotterbeck   Lienhart Kübler
    Flekken    

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Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 0 : 6

Sonntagsspiele sind zeitlich nicht optimal für Texte auf dem Blog. Ich wollte den Text schon ausfallen lassen, aber jetzt schreibe ich es doch am Abend schnell herunter.

1. Die Aufstellungen

Streich stellte nur auf einer Position um. Demirovic kam zu seinem Startelfdebüt in dieser Saison und verdrängte Jeong auf die Bank. Dazu war Petersen nach längerer Verletzung endlich mal wieder im Kader, wurde aber nicht mehr eingewechselt. Der Spielverlauf machte es auch nicht nötig. Kevin Schade blieb weiter in der Startelf, auch weil seine Leistung gegen Bochum wirklich ansprechend war.

Systematisch blieb man im 4-4-2. Der SC Freiburg scheint ohnehin immer mehr dahinzugehen, die Formation des Gegners bewusst nicht zu spiegeln, um sich gewisse Vorteile auf dem Feld zu verschaffen. Das zeigt, dass man sich in den letzten Jahren durchaus weiterentwickelt hat.

NACHTRAG: Streich sagt auf der PK explizit, dass man mit einer neuen Systematik an das Spiel gegangen ist. 4-2-3-1 und hoch im Pressing. Der Unterschied zum 4-4-2 sind dann engere Flügelspieler und Demirovic als einzige Spitze. Ich hatte das eher als Detailanpassung im 4-4-2 gesehen.


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VfL Bochum – SC Freiburg 2 : 1


1. Die Aufstellungen

Streich stellte auf ein 4-4-2 um und brachte Schade für Gulde. Burkart saß auf der Bank, Weißhaupt war nicht im Kader, weil er heute in der 3. Liga gegen Osnabrück spielt. Im Gegensatz zur zweiten Halbzeit gegen Frankfurt, in der Schade als zweiter Stürmer spielte, ging er dieses Mal auf die rechte Außenbahn und Jeong positionierte sich neben Höler.

  Höler   Jeong  
Grifo Höfler   Eggestein Schade
Günter N. Schlotterbeck   Lienhart Kübler
    Flekken    

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FC Bayern – SC Freiburg 2 : 1


1. Bayern und Qatar Airways

Bevor ich mich dem Hochglanzprodukt Bundesligafußball zuwende, möchte ich kurz auf eine Aktion der bayrischen Fanszene hinweisen. Es müsste die Schickeria gewesen sein, die ein Banner hochhielt, auf dem die Bayernverantwortlichen Kahn und Hainer zu sehen waren, wie sie blutige Hemden in eine Waschmaschine stecken und ein traditionelles arabisches Gewand (das Gewand, dass von Männern getragen wird) ganz unbefleckt und sauber herausholen. In Kahns Hand, auf dem Boden und auf der Waschmaschine kann man grüne Geldscheine sehen, die aus den Koffern fallen, weil sie nicht ganz hineinpassen. Auf der Waschmaschine steht „FCB AG“, auf einem Koffer „you can rely on us“ und überschrieben ist das Banner mit dem Satz: „Für Geld waschen wir alles rein.“
Es ist schön zu sehen, dass die bayrische Fanszene bei diesem Thema in seiner Kritik beständig bleibt und damit die Verantwortlichen zwingt, sich zum Thema zu äußern. In diesem Fall wurde Nagelsmann auf der PK danach gefragt und zeigte, dass er nur die Phrasen seines Arbeitgebers übernimmt und sich einspannen lässt. Now we know that they can also alsways rely on Nagelsmann. Weiterlesen

VfL Wolfsburg – SC Freiburg 0 : 2

1. Das neunte Spiel ungeschlagen

Mit einem 0:2 in Wolfsburg setzte der SC Freiburg seine bemerkenswerte Serie fort. In der Liga ist man nach dem neunten Spieltag noch ungeschlagen und belegt mit 19 Punkten den dritten Platz. Nur sechs Gegentreffer und vier Spiele zu null sind jeweils der Bestwert der Liga. Und wie Patrick im Spodcast vollkommen zu Recht erwähnte, liegt das nicht an einem leichten Auftaktprogramm. Der SC Freiburg hat schon gegen drei aktuelle Champions-League-Teilnehmer gespielt und dabei sieben Punkte geholt. Ausgehend von der bisherigen Saison belegen fünf der bisherigen Gegner Plätze aus der oberen Tabellenhälfte und vier aus der unteren Tabellenhälfte. Der gute Saisonstart dringt langsam auch zu den Medien durch und auch gegnerische Trainer scheinen den Sportclub so langsam anders einzuschätzen. Das konnte man auch in diesem Spiel beobachten.

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SC Freiburg – RB Leipzig 1 : 1

1. Die Aufstellung

Wie bereits in den letzten drei Spielen startete der SC Freiburg im 5-2-3/ 3-4-3-System. Im Vergleich zum eher durchschnittlichen Spiel gegen die Hertha vor zwei Wochen gab es nur einen personellen Wechsel: Kübler fiel aufgrund eines Infekts aus und Sildillia kam zu seinem Startelfdebüt.
Kurz zum Debütanten: Er kam 2020 vom FC Metz B aus Frankreich und spielte dann in der Regionalliga für die zweite Mannschaft des Sportclubs. Dort wurde er als rechter Innenverteidiger in einer Dreikette eingesetzt, hatte aber – ähnlich wie Ezekwem auf links – sehr viele Vorstöße. Er ist schnell und führt ziemlich kompromisslose Zweikämpfe. Besonders auffällig wurde er auch durch seine 7 Tore in 36 Spielen, weil er im Offensivkopfball nach Standards enorm gefährlich ist. Die Anpassung an die dritte Liga läuft, nach dem was ich teilweise gesehen habe, ganz okay. Er ist nicht ganz so dominant in den Zweikämpfen wie in der Regionalliga, macht aber dennoch einen guten Eindruck und hat physisch überhaupt keine Probleme. Aufgrund seiner Schnelligkeit kam Streich wahrscheinlich auch auf die Idee, ihn als defensive Variante des rechten Schienenspielers einzusetzen. Weiterlesen

Sieben Spiele ungeschlagen

Hier nur ein kurzer Text zum Stand der Dinge. Einerseits wollte ich nach dem Urlaub kurz etwas hochladen, andererseits habe ich nicht zu viel Zeit. Die ein oder andere Formulierung könnte holprig sein.


1. Die ersten Spiele

Der SC Freiburg ist nach sieben Spieltagen das einzige Bundesligateam ohne Niederlage und belegt aktuell den vierten Platz mit nur einem Punkt Rückstand auf den erstplatzierten Bayern München.
Das verdient vielleicht eine kurze Rückschau auf die Spiele:
(Im Mainzer Keller, der dem Sportclub 20 Minuten widmete, wurde so eine Rückschau etwas angedeutet. Hier geht es zur insgesamt sehr schönen Folge.) Weiterlesen

SC Freiburg – 1. FC Köln 1 : 1

1. Verteidigung im Strafraum

Kölns Spiel ist sehr auf Flanken von Schmitz, Kainz und Hector ausgelegt. Das ergibt auch Sinn, wenn man mit Modeste und Andersson zwei der besten Bundesligaspieler im Bereich Kopfballabschluss im Team hat. In der ersten Halbzeit flogen 18 Flanken in den Freiburger Strafraum. 5 Flanken kamen an, eine führte zu einem Abschluss auf das Tor (Andersson in die Arme von Flekken), eine führte zu einer Großchance (Andersson drüber) und eine führte zum Tor (Modeste gegen die Laufrichtung).
Die Spielweise war nicht überraschend. Deswegen kann man sich fragen, wie Freiburg das verteidigen wollte. Streich stellte sein Team im 4-4-2 auf. Der verletzte Höfler wurde von Eggestein ersetzt. Die Nationalspieler bekamen keine Pause, wie man das beim SC teilweise nach den Länderspielunterbrechungen praktizierte. Die Flanken verteidigte der Sportclub im Strafraum mannorientiert. Kölns ballferne Achter und der Zehner rücken bei guter Flankenposition der Außenverteidiger schon früh ein. Die wurden dann von einem Sechser und dem ballfernen Außenverteidiger aufgenommen. Beim Gegentor standen Kainz, Uth, Modeste und Andersson im und am Strafraum gegen Kübler, Keitel, N. Schlotterbeck und Lienhart. Solche eins zu eins Aufteilungen gab es sehr häufig. Und über weite Strecken des Spiels funktionierte das auch richtig gut. Dass bei so vielen Flanken irgendwann eine durchrutscht, muss man in Kauf nehmen. Und ein Gegentor in einem Spiel zu kassieren, ist auch kein schlechtes Ergebnis. Damit holt man meistens mindestens einen Punkt. Der Plan war also mutig, ging aber ganz gut auf. Weiterlesen