SC Freiburg – VfB Stuttgart 2 : 0

Wieder Zeitprobleme – deswegen nur kurz und kaum überarbeitet.

1. Taktik

Es ergeben sich situativ mit und gegen den Ball immer unterschiedliche Formationen. Im Aufbau rücken die Außen auf, Grifo fällt oft zurück, Höfler kippt teilweise ab usw. Aber es gibt dennoch bestimmte Mechanismen einer Formation mit und gegen den Ball. In diesem Spiel hat der Sportclub tatsächlich mit zwei ganz unterschiedlichen Formationen gespielt. (Nik Staiger hat das auch schon im Pokal so gesehen, aber da würde ich ihm widersprechen. Zumindest war es hier gegen Stuttgart deutlicher.)
Mit dem Ball war es eine Viererkette. Kübler rückte auf und Lienhart, Flekken und N. Schlotterbeck übernahmen ganz klar den Aufbau. Manchmal ließ sich auch Höfler fallen.
Gegen den Ball war es dann aber ein 3-4-3 mit Kübler als rechter Innenverteidiger und Schade als Schienenspieler und Bewacher von Sosa (, ähnlich wie es Nik Staiger auch auf der PK Streich gefragt hatte, um ihn hier nochmal lobend zu erwähnen. Seine Fragen an Streich bereichern diese Presserunden.)
Damit hatte man gegen den Ball viele Mannorientierungen, aber gegen den Ball Präsenz im Strafraum wie auch die Möglichkeit die Außen zu überlagern. Weiterlesen

Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 0 : 6

Sonntagsspiele sind zeitlich nicht optimal für Texte auf dem Blog. Ich wollte den Text schon ausfallen lassen, aber jetzt schreibe ich es doch am Abend schnell herunter.

1. Die Aufstellungen

Streich stellte nur auf einer Position um. Demirovic kam zu seinem Startelfdebüt in dieser Saison und verdrängte Jeong auf die Bank. Dazu war Petersen nach längerer Verletzung endlich mal wieder im Kader, wurde aber nicht mehr eingewechselt. Der Spielverlauf machte es auch nicht nötig. Kevin Schade blieb weiter in der Startelf, auch weil seine Leistung gegen Bochum wirklich ansprechend war.

Systematisch blieb man im 4-4-2. Der SC Freiburg scheint ohnehin immer mehr dahinzugehen, die Formation des Gegners bewusst nicht zu spiegeln, um sich gewisse Vorteile auf dem Feld zu verschaffen. Das zeigt, dass man sich in den letzten Jahren durchaus weiterentwickelt hat.

NACHTRAG: Streich sagt auf der PK explizit, dass man mit einer neuen Systematik an das Spiel gegangen ist. 4-2-3-1 und hoch im Pressing. Der Unterschied zum 4-4-2 sind dann engere Flügelspieler und Demirovic als einzige Spitze. Ich hatte das eher als Detailanpassung im 4-4-2 gesehen.


Wer diesen Blog mit einer kleinen Spende unterstützen möchte, kann das hier tun. Ziel ist zunächst die Finanzierung der Serverkosten. Zusätzlich wäre es schön, wenn sich durch die Spenden ein Sky- und Dazn-Abo bezahlen ließe und ich bei meinem Hobby auf 0 herauskomme. Mehr als 0 nehme ich aber auch gerne…

Eine direkte Überweisung ist für mich selbstverständlich noch besser:

Empfänger: Michael Tschirwa
IBAN: DE 39 6609 0800 0017 4666 17
BIC: GENODE61BBB
Bank: BBBank
Stichwort: Zerstreuung Fussball


 

Weiterlesen

SC Freiburg – 1. FC Köln 1 : 1

1. Verteidigung im Strafraum

Kölns Spiel ist sehr auf Flanken von Schmitz, Kainz und Hector ausgelegt. Das ergibt auch Sinn, wenn man mit Modeste und Andersson zwei der besten Bundesligaspieler im Bereich Kopfballabschluss im Team hat. In der ersten Halbzeit flogen 18 Flanken in den Freiburger Strafraum. 5 Flanken kamen an, eine führte zu einem Abschluss auf das Tor (Andersson in die Arme von Flekken), eine führte zu einer Großchance (Andersson drüber) und eine führte zum Tor (Modeste gegen die Laufrichtung).
Die Spielweise war nicht überraschend. Deswegen kann man sich fragen, wie Freiburg das verteidigen wollte. Streich stellte sein Team im 4-4-2 auf. Der verletzte Höfler wurde von Eggestein ersetzt. Die Nationalspieler bekamen keine Pause, wie man das beim SC teilweise nach den Länderspielunterbrechungen praktizierte. Die Flanken verteidigte der Sportclub im Strafraum mannorientiert. Kölns ballferne Achter und der Zehner rücken bei guter Flankenposition der Außenverteidiger schon früh ein. Die wurden dann von einem Sechser und dem ballfernen Außenverteidiger aufgenommen. Beim Gegentor standen Kainz, Uth, Modeste und Andersson im und am Strafraum gegen Kübler, Keitel, N. Schlotterbeck und Lienhart. Solche eins zu eins Aufteilungen gab es sehr häufig. Und über weite Strecken des Spiels funktionierte das auch richtig gut. Dass bei so vielen Flanken irgendwann eine durchrutscht, muss man in Kauf nehmen. Und ein Gegentor in einem Spiel zu kassieren, ist auch kein schlechtes Ergebnis. Damit holt man meistens mindestens einen Punkt. Der Plan war also mutig, ging aber ganz gut auf. Weiterlesen