SC Freiburg – VfB Stuttgart 2 : 0

Wieder Zeitprobleme – deswegen nur kurz und kaum überarbeitet.

1. Taktik

Es ergeben sich situativ mit und gegen den Ball immer unterschiedliche Formationen. Im Aufbau rücken die Außen auf, Grifo fällt oft zurück, Höfler kippt teilweise ab usw. Aber es gibt dennoch bestimmte Mechanismen einer Formation mit und gegen den Ball. In diesem Spiel hat der Sportclub tatsächlich mit zwei ganz unterschiedlichen Formationen gespielt. (Nik Staiger hat das auch schon im Pokal so gesehen, aber da würde ich ihm widersprechen. Zumindest war es hier gegen Stuttgart deutlicher.)
Mit dem Ball war es eine Viererkette. Kübler rückte auf und Lienhart, Flekken und N. Schlotterbeck übernahmen ganz klar den Aufbau. Manchmal ließ sich auch Höfler fallen.
Gegen den Ball war es dann aber ein 3-4-3 mit Kübler als rechter Innenverteidiger und Schade als Schienenspieler und Bewacher von Sosa (, ähnlich wie es Nik Staiger auch auf der PK Streich gefragt hatte, um ihn hier nochmal lobend zu erwähnen. Seine Fragen an Streich bereichern diese Presserunden.)
Damit hatte man gegen den Ball viele Mannorientierungen, aber gegen den Ball Präsenz im Strafraum wie auch die Möglichkeit die Außen zu überlagern.

In der 67. Minute wurde dann Gulde für Kübler eingewechselt und man spielte auch mit dem Ball im 3-4-3.

2. Die Spielphasen

Der SC kam sehr kontrolliert ins Spiel und hatte schöne Sequenzen im Aufbau. Nach ein paar Minuten wurde es aber insgesamt zäher. Stuttgart presste tiefer, es wurden viele lange Bälle gespielt, beide Teams hatten kaum Abschlüsse.
Das änderte sich mit der 29. Minute. Freiburg machte mehr Druck, hatte ein paar Abschlüsse, kurz Glück mit einer VAR-Entscheidung und schoss dann das 1:0. Ito fälschte einen Distanzschuss von Höfler ab, der über Günter und Höler freigespielt wurde.
In der zweiten Halbzeit konnte Stuttgart fünf Minuten mit dem Ball höher rausschieben. Freiburg bekam das aber in den Griff bis etwa zur 67. Minute.
Danach kam erneut eine kurze Stuttgarter Druckphase, für die die Gäste aber sehr viel Personal in den Angriff bringen mussten und kurze Zeit später einen sehr einfachen Konter hinnehmen mussten. Demirovic köpfte einen langen Ball hinter die Kette zu Schade, der volley ins Tor schoss.

Danach kam die beeindruckendste Phase des Sportclubs. In den restlichen 20 Minuten hatte Stuttgart nur einen unbedeutenden Schuss auf das Tor.

Fazit: Defensiv war das eine sehr gute Partie. Stuttgart hatte 0,22 xG , 6 Schüsse, einen davon auf das Tor. Das war ein ruhiger Tag für Flekken. Der Aufbau war teilweise ganz hübsch, aber im letzten Drittel hatte man leichte Probleme, sich genug Chancen herauszuspielen. Standards gab es auch erst in der 2. Halbzeit.

3. Die Schiedsrichterentscheidung

Tibidi stolperte über Küblers Bein und Stieler entschied auf Strafstoß. Daraufhin rief der VAR ihn an den Monitor, Stieler schaute sich die Bilder an und nahm seine Entscheidung zurück. Im ersten Moment hatte ich ein recht eindeutiges Gefühl zu der Szene: „Kübler stellt seinen Fuß auf den Boden und Tibidi rennt dagegen. Das kann kein Strafstoß sein.“ Und so muss es Stieler vor dem Bildschirm auch gesehen haben. Alex Feuerherdt (Collinas Erben) sind aber anderer Ansicht: Kübler stellt seinen Fuß ein Stück in den Laufweg von Tibidi und der fädelt ein. Tendenz: Eher kein Strafstoß, aber man kann ihn rechtfertigen. Mit dieser Einschätzung ist die Rücknahme durch den VAR wieder problematisch, da die Eingriffsschwelle hoch sein soll. Wenn Stieler nicht selbst angefragt hat, hatte der SC Freiburg also eher Glück mit der Auslegung des VAR Jablonski.

4. Einzelspieler

Wie schon gegen Hoffenheim waren Höfler und Eggestein recht gut. Zweiterer sammelte häufig zweite Bälle nach langen Schlägen auf Schade ein.

Lienhart und N. Schlotterbeck waren im Aufbau wie auch gegen den Ball sehr sicher. Stuttgart fiel nichts gegen diese Abwehr ein.

Demirovic spielt sich wieder in Startformation. Gegen den Ball bleibt er aggressiv und mit dem Ball „läuft es wieder“. Er war ja in seinen Einsätzen in der Hinrunde nicht schlecht, aber fast alle Aktionen wirkten etwas unglücklich.

Wer diesen Blog mit einer kleinen Spende unterstützen möchte, kann das hier tun. Ziel ist zunächst die Finanzierung der Serverkosten. Zusätzlich wäre es schön, wenn sich durch die Spenden ein Sky- und Dazn-Abo bezahlen ließe und ich bei meinem Hobby auf 0 herauskomme. Mehr als 0 nehme ich aber auch gerne…

Eine direkte Überweisung ist für mich selbstverständlich noch besser:

Empfänger: Michael Tschirwa
IBAN: DE 39 6609 0800 0017 4666 17
BIC: GENODE61BBB
Bank: BBBank
Stichwort: Zerstreuung Fussball