Prognosen zur kommenden Saison (Teil 2)

1. Leichter Qualitätsabfall der Spitze...

Eine kleine Provokation konnte Tobias Escher dann doch noch anbringen. Der Spielverlagerungsautor beklagte sich in der Saisonvorschau des Rasenfunks (http://rasenfunk.de/schlusskonferenz/saisonvorschau-201718) darüber, dass seine gewagten Prognosen neben den anderen beiden Tabellentipps gar nicht mehr so herausstachen, wie er es offensichtlich erwartet hatte. Alle drei tippten Schalke auf den dritten Platz und Leverkusen schaffte es bei keiner dieser Prognosen auf die internationalen Ränge. Nur mit seinem Meistertipp stand Tobias Escher dann doch ganz alleine da und konnte somit immerhin eine wirklich kontroverse These in den Raum werfen. Seiner Meinung nach, könnten die Rasenballisten aus Leipzig dieses Jahr dem Serienmeister Bayern München den Titel wegschnappen. Also genau der Verein, der nach Meinung der LVZ die Rettung der Fußballkultur darstellt und für Teile der 11 Freunde-Abonnenten den Untergang derselben bedeutet.

Das Argument, welches dafür spricht, dass RB Leipzig Meister werden könnte, stützt sich allerdings weniger auf die Stärke dieses Vereins, sondern eher auf die Schwäche der Konkurrenten. Innerhalb der „Gruppe 1“, wie ich sie mal nennen würde, ist Leipzig der Klub, der nächste Saison wahrscheinlich am wenigsten Probleme dazu bekommen wird. Zwar steht man vor der Aufgabe Dreifachbelastung, ist aber trotzdem relativ gut aufgestellt. Der letztes Jahr schon starke Kader wurde zusammengehalten und nochmal verbreitert. Zudem konnte man auch schon in der letzten Rückrunde unter Trainer Hasenhüttl eine gewisse Weiterentwicklung der Spielweise erkennen. Neben den Spielen, in denen vor allem Pressing und Umschaltspiel die wesentlichen Elemente darstellten, gab es mehrere Spiele, in denen Leipzig auch gut mit mehr Ballbesitz als der Gegner, umgehen konnte. Es ist durchaus möglich, dass diese kontinuierliche Spielentwicklung die Mehrfachbelastung ausgleichen wird und man ähnlich starke Auftritte hinlegt wie letztes Jahr.

Die anderen beiden Mannschaften dieser „Gruppe 1“, Bayern und Dortmund, haben schon mit mehr potentiellen Problemen zu kämpfen. Gerade Dortmund wird mit dem neuen Trainer Bosz noch etwas Anlaufzeit benötigen, der auch bei Ajax Amsterdam anfänglich seine Schwierigkeiten hatte. Der neue Trainer setzt stark auf Pressing und Gegenpressing. Dabei stellt sich die Frage, ob das in der Bundesliga, in der fast keine Mannschaft mehr gerne den Ball hat, seine Wirkung entfalten kann. Zudem ist der Schlüsselspieler Dembélé noch nicht unbedingt durch seine Disziplin in mannschaftstaktischen Strategien gegen den Ball aufgefallen, die es für Bosz' Spielidee wohl bräuchte. Gerade das energische Anlaufen der Gegner zielt ins nichts, wenn sich ein oder zwei Spieler eine Auszeit nehmen. Aber vielleicht löst sich dieses Problem auch durch den vorzeitigen Abgang des jungen Talents. Damit wäre allerdings auch der Erfolg des BVB, den Topstürmer Aubameyang noch mindestens ein halbes Jahr zu halten, vollständig überschattet.
Es sieht also eher danach aus, dass Dortmund sich dieses Jahr, im Vergleich zur Vorsaison, etwas verschlechtern wird. Dass sich die Unruhe im Verein letztes Jahr nicht schon auf die Mannschaft übertragen hat, war ohnehin eine Überraschung, die man wahrscheinlich nicht wiederholen kann.

Bleibt noch der FC Bayern. Hier kann man sich fragen, was passiert, wenn es zum großen Streit zwischen Trainerteam und der Vereinsführung kommt. Oder zwischen Rummenigge und Hoeneß. Was passiert, wenn sich Ribéry und Robben verletzen? Kippt die Stimmung, falls Müller nicht spielen wird? Was passiert, wenn Lewandowski eine Formkrise hat? Und wer sorgt für das Überraschungsmoment , wenn Thiago nicht fit ist?
Ancelotti scheint immer noch kein System gebastelt zu haben, dass die Mannschaft trägt und potentielle Probleme tatsächlich auffangen oder kompensieren könnte. Damit könnte Bayern diese Saison das erste Mal seit mehreren Jahren wieder angreifbar sein. Trotzdem muss man sich auch eingestehen, dass vor all diesen Problemen immer noch ein „wenn“ steht. Es könnte auch gut sein, dass die individuelle Klasse immer noch für den Titel reicht. Und falls es so kommt, bleibt trotzdem die Hoffnung, dass Spiele mit Münchner Beteiligung wieder etwas spannender werden. Die fünf Meisterschaften in Folge waren eigentlich das kleinere Problem der letzten Jahre. Dass der FC Bayern in letzter Zeit so langweilig wurde, entstand eher dadurch, dass die Gegner so von ihnen dominiert wurden, dass selbst ein Sieg in einem einzigen Spiel unmöglich schien. Falls sich das in der kommenden Saison wieder ändern sollte, könnte man als Bundesligafan schon sehr zufrieden sein.

Die „Gruppe 1“ ist somit abgeschlossen. Der Meistertipp RB Leipzig scheint immer noch sehr unwahrscheinlich, ist aber insofern denkbar, da es wohl die einzige der drei Mannschaften ist, die ihre Leistung des letzten Jahres sogar übertreffen könnte. Ob das reicht um 15 Punkte aufzuholen, wird man sehen.

2. ...und des Durchschnitts

Kommen wir zur „Gruppe 2“: Gladbach, Hoffenheim und Schalke.
Den Mannschaften in „Gruppe 2“ könnte man zutrauen, dass eine von ihnen, im besten Fall um die Plätze zwei bis vier mitspielt, im schlechtesten Fall auf Rang sieben fällt. Ab Platz acht wäre man hier wohl eher enttäuscht.

Hoffenheim würden manche in dieser Saison vielleicht sogar noch in der Spitzengruppe sehen. Doch hier hat die schlechtere Ausgangslage gegenüber dem Vorjahr handfestere Gründe als bei Dortmund, Leipzig oder Bayern. Rudy und Süle sind für diesen Verein nicht zu ersetzen. Daher kann man davon ausgehen, dass die Dreifachbelastung eine stärkere Auswirkung auf den Klub haben wird, als bei der Konkurrenz. Gerade im guten Hinspiel gegen Liverpool wurde deutlich, worin ihre Stärken und Schwächen liegen. Einerseits war es wirklich erstaunlich, wie gut man das Liverpooler Pressing auch bei hohem Druck umspielen konnte. Gerade Passschärfe und Stellungsspiel der aufbauenden Spieler waren bemerkenswert. Andererseits gab es dann doch einige wenige Fehlpässe, die bei dem Kader zwar verständlich, aber natürlich trotzdem gefährlich sind. Zudem fehlte es in der Offensive an besonderen Aktionen der einzelnen Spieler. Es war wirklich selten, dass ein Hoffenheimer ein Dribbling oder Sprintduell in einer gefährlichen Zone für sich entscheiden konnte. Ganz im Gegensatz zu Liverpool. Hatte Mané den Ball, konnte er diesen meist gegen ein oder zwei Gegenspieler behaupten, dribbeln und gefährliche Situationen kreieren.
Trotz des hervorragenden Trainers von Hoffenheim, der sicherlich einige der Probleme lösen wird, die die neue Situation mit sich bringt, bleibt es schlussendlich dabei, dass dieser Verein nicht mehr zur „Gruppe 1“ zu zählen ist. Der Kader ist zwar gut, aber wahrscheinlich nicht einmal der viertbeste der Liga.

Zu Gladbach gibt es nicht viel zu sagen. Solider Trainer, guter Kader, keine Dreifachbelastung und der Toptransfer Grifo. Sicherlich nicht der beste Spieler im Gladbacher Kader, aber durch ihn entsteht die Möglichkeit einen ordentlichen Qualitätssprung bei Standards zu machen. Ein Faktor, der immer noch absolut unterschätzt wird und einige Spiele entscheiden kann.

Bleibt letztendlich Schalke 04, mit ihrem oft gelobten, neuen Trainer. Hier kann man sich durchaus vorstellen, dass dieser mit der Achse Höwedes, Bentaleb und Goretzka etwas erreichen kann. Falls Heidels Trainerkonzept aufgeht, wird es sehr wahrscheinlich, dass der Verein in der kommenden Saison wieder seinen hohen Anspruch mit der Wirklichkeit zusammenzubringen kann.

So viel zu den Mannschaften die noch etwas stärker sind, als der große Bundesligadurchschnitt. „Gruppe 3“ enthält schon die Teams, die zwar höchstwahrscheinlich nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden, aber aufpassen müssen, nicht doch noch in diese problematischen Tabellensphären abzurutschen: Köln, Berlin, Wolfsburg, Leverkusen und Stuttgart. 

Bei Köln und Berlin kann man sich wohl recht sicher sein, dass es am Ende auf einen guten Mittelfeldplatz hinausläuft. Die Dreifachbelastung wird wahrscheinlich Besseres verhindern, doch beide Klubs konnten große Teile ihres Kaders halten und sind dadurch ziemlich gut eingespielt. Zudem sind es neben dem SC Freiburg die einzigen Vereine, bei denen man das Gefühl hat, dass die Trainer nicht um ihre Jobs bangen müssen. Kontinuität ist wohl einer der größten Vorteile des Erfolgs.

Wolfsburg und Leverkusen können hingegen nicht auf ein vorher gelegtes Fundament aufbauen. Beide mit relativ neuen Trainern, wichtigen Abgängen und beiden fehlt es diese Saison an einem klar erkennbaren Konzept. Es scheint ein weiteres schwieriges Jahr für Wolfsburg und Leverkusen zu werden. Das bedeutete auch, dass man Probleme bekommt die eigenen Kader wieder auf ein Niveau zu heben, das sie vor zwei Jahren noch hatten.

Der VfB Stuttgart ist eine Wundertüte und somit auch der perfekte Übergang zur „Gruppe 4“, in die man sie auch stecken könnte. Die Gruppe der Mannschaften, die um den Klassenerhalt spielen.

3. Qualitätsanstieg im Abstiegskampf

Es geht also um Hamburg, Augsburg, Frankfurt, Hannover, Mainz, Bremen und leider auch um den SC Freiburg, der hier aber erst einmal ausgeklammert wird. Auffallend ist, dass es diese Saison keine klaren Abstiegskandidaten gibt. Manche würden wohl Augsburg und Hannover als solche benennen, aber im Gegensatz zu Darmstadt und Ingolstadt wäre es für diese beiden Klubs, eine große Enttäuschung in die zweite Liga zu gehen.

Der Hamburger SV kündigte dieses Wochenende im Pokal mal wieder eine turbulente Saison an. Und trotzdem kann man sich bei dem Kader noch weniger als bei Hannover vorstellen, dass der Dino auf Platz 17 oder 18 landet. Gerade, weil er in der letzten Rückrunde Platz sieben belegte. Der andere Verein aus dem Norden wurde sogar Rückrunden-Vierter. Obwohl man dazu sagen muss, dass die starke Eigendynamik dieser Entwicklung sich eher nicht wiederholen wird. Gerade der Start des Bremer Laufs beim Spiel gegen Wolfsburg war ein mittelgroßes Fußballwunder. Natürlich ist Kruse ein Topstürmer. Delaney ist sicherlich ein guter Mittelfeldspieler. Aber die Abwehr könnte auch diese Saison wieder einbrechen. Zudem scheint man auch nicht absolut von Nouri überzeugt zu sein.

Damit wäre auch die größte Gemeinsamkeit der Mannschaften aus „Gruppe 4“ benannt. Bis auf Freiburg könnte man sich bei allen Vereinen einen Trainerwechsel vorstellen. Besonders in Frankfurt könnte das schneller gehen als man denkt. Die interessanten Transfers, die dort getätigt wurden, lassen die Abgänge von Vallejo und Rebic ein wenig in den Hintergrund rücken. Doch auch dort würde man sich sehr schnell wieder an die miserable Rückrunde erinnern, sollte man einen schlechten Saisonstart erwischen.

Man kann sich also wieder auf einen engen Abstiegskampf freuen bei dem die Teams wahrscheinlich konstanter punkten als letztes Jahr. Eine längere Niederlagenserie kann sich eigentlich keines der Teams leisten.

4. Prognose zum SC Freiburg 2017/18

Der SC Freiburg hat natürlich, wie die anderen Mannschaften der „Gruppe 4“, auch das Ziel Klassenerhalt. Nachdem die Ausnahmespieler Grifo und Philipp den Verein verlassen haben, kehrt wieder etwas Normalität ein. Normalität in dem Sinne, dass der eigene Kader maximal so stark wie der des Gegners, aber fast immer deutlich schwächer ist. Trotzdem steckt in der Mannschaft mal wieder Einiges an Potential. Gerade die Innenverteidigung ist ausschließlich mit interessanten Spielern besetzt. Gulde scheint dabei noch der „normalste“ beim Sportclub zu sein. Doch Kempf, Söyüncü und Lienhart sind drei herausragende Talente. Man kann sich zwar gut vorstellen, dass diese junge Abwehr, gerade gegen körperlich starke Stürmer, einige Probleme bekommen könnte, aber spielerisch hat keiner von ihnen größere Defizite. Falls sich die offensiveren Mitspieler gut anbieten, dürfte die Spielauslösung aus der Innenverteidigung heraus eigentlich kein Problem sein.

Hinzu kommt noch, dass Pascal Stenzel eine tragende Rolle im Aufbau ausfüllen soll. Genaueres ist dazu in meinen beiden vorhergehenden Texten zu lesen. Prinzipiell ist man auch auf den Außenverteidigerpositionen recht gut besetzt, obwohl seit Jahren ein richtiger Ersatzspieler für Günter gefordert wird. Das hat durchaus auch seine Berechtigung, ist aber nicht die wichtigste offene Planstelle beim Sportclub.
Probleme wird Freiburg wohl eher durch fehlende Qualität im Mittelfeld bekommen. Gerade im Rückspiel gegen Domzale kam Freiburg überhaupt nicht mit dem Druck des Gegners klar. Man muss leider zugeben, dass die Mittelfeldspieler des SC nicht die technischen Fähigkeiten für eine schnelle Ballzirkulation haben. Somit wird man im Zentrum bei eigenem Ballbesitz auch keine Dominanz ausstrahlen können. Letztes Jahr ließen sich Grifo oder Philipp häufiger fallen und konnten so die Verbindung zwischen Mittelfeld und Angriff herstellten. Diese Qualität wird nicht zu ersetzen sein. Auch wenn Haberer schon gute Ansätze für diese Rolle zeigt, Niederlechner sich vermehrt fallen lässt und Stenzel ab und zu ins Zentrum einrückt sind diese Bewegungen noch nicht so abgestimmt wie in der Saison 16/17. Natürlich war Freiburg, das Zweitligajahr ausgenommen, selten einem Gegner im Mittelfeld so richtig überlegen, aber man konnte es trotzdem ab und zu mit schnellen, flachen Pässen überbrücken. Vielleicht können Terazzino oder Neuzugang X noch zusätzliche Qualität ins Mittelfeld bringen. Falls das nicht eintritt, wird sich Streich etwas überlegen müssen oder die Mannschaft wird gezwungen sein noch mehr mit langen Bällen zu arbeiten.

Es gibt noch ein zweites Problem, dass zwar schon vorherzusehen war, aber in den ersten spielen auch deutlich hervortrat. Ohne Grifo gibt es beim Sportclub keinen wirklich guten Standardschützen mehr. Schuster ist akzeptabel, wird aber häufig auf der Bank sitzen. Ob Günter, beziehungsweise Frantz auch nur die Hälfte von Grifos der Scorerpunkten nach ruhendem Ball einfahren wird, ist fraglich. Damit fehlt ein wichtiges Mittel um Tore zu erzielen. Zusätzlich eröffnet man dem Gegner die Möglichkeit im Zweifel lieber das Foul im eigenen Drittel zu begehen als Kapustka auf die Grundlinie sprinten zu lassen.
Beim Abschluss hat sich wenig geändert. Falls man Petersen, Niederlechner, Kleindienst oder Haberer in aussichtsreiche Positionen bringen kann, werden diese genug Tore erzielen.

So sehr man das Potential, beim Spiel mit dem Ball, in den ersten Spielen gewinnbringend analysieren konnte, so wenig gilt das für das Spiel gegen den Ball. Man konnte zwar die Dreierkette gegen Halberstadt erkennen, aber der Gegner war wohl nicht mit einem Bundesligisten zu vergleichen. Was die Qualität im Pressing und der Endverteidigung angeht, wird man sich wohl überraschen lassen müssen, was sich Streich ausgedacht hat. Die Dreierkette, auf die man letztes Jahr schon häufiger zurückgreifen wollte, wird sicherlich eine Option sein. Vielleicht mit drei echten Innenverteidigern oder mit einem Sechser in der Mitte. Ob das besser funktioniert als das typische 4-4-2, bleibt aber noch abzuwarten.

Abschließend sollte man noch das schwere Auftaktprogramm berücksichtigen. Allerdings wird eine Niederlagenserie für Freiburg sicherlich nicht so negative Folgen haben wie für andere Vereine, die ein weniger gefestigtes Trainerteam haben. Zudem besteht für Streich endlich die Chance seinen ersten Sieg gegen ein noch nicht eingespieltes Dortmund einzufahren. 

Es bleibt also noch vieles offen beim SC Freiburg. Einige Spieler haben letzte Saison schon ihre Bundesligatauglichkeit nachgewiesen. Somit kann man fast beruhigter in diese Saison gehen als nach dem Zweitligaaufstieg. Und trotzdem bleibt der Abstieg, gerade durch das Erstarken der direkten Konkurrenz, eine reale Möglichkeit für den SC Freiburg.

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.