Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg 3 : 1

Ich konnte das Spiel am Samstag nicht sehen und werde deswegen keine Analyse dazu verfassen. Trotzdem wollte ich die Seite mal aufmachen, um Lesern die Möglichkeit zu geben, in den Kommentaren einzelne Aspekte des Spiels (oder gerne auch das ganze Spiel) zu beleuchten. Ob es sich dabei um allgemeine Einschätzung, taktische Analyse, Blick auf einzelne Spieler oder Beschreibung von Spielszenen handelt, ist unwichtig.

Als Grundlage für eine Diskussion, gebe ich kurz wieder, was man aus Artikeln zum Spiel und Statistiken herauslesen konnte:

Freiburg begann wieder in einem 4-4-2 und hatte wohl eine recht gute Anfangsphase mit kleineren Torchancen. Auf der anderen Seite nutzte Gladbach seine erste Möglichkeit, die durch einen langen Ball hinter eine recht hoch stehende Abwehr entstand. Danach kam die Heimmannschaft etwas besser ins Spiel und hatte noch in der ersten Halbzeit eine weitere Großchance durch Ginter nach einer Ecke. In der zweiten Halbzeit wurde es etwas wilder: Gladbach konnte die Führung ausbauen, doch Kleindienst sorgte schnell wieder für den Anschluss. Das hielt aber auch nicht besonders lange an, da Drmic schon in der 64. Minute das 3 : 1 köpfte. Freiburg wurde in der Schlussphase offensiver, ohne richtig gefährlich zu werden und öffnete gleichzeitig Räume für Gladbacher Konter.

Auffällige Statistiken:

1. Freiburg hat meist weniger Ballbesitz als der Gegner. Für dieses Spiel ist dieser Wert ausgeglichen. Wahrscheinlich zog sich Gladbach nach der Führung eher zurück und überließ den Freiburgern das Spiel.

2. 18 Schüsse, 6 Schüsse auf das Tor und 1,46 Expected Goals (xG), sprechen für eine Steigerung der Offensive. Rechnet man die Elfmeter aus den xG heraus, erreichte Freiburg in diesem Spiel den zweithöchsten Wert der Rückrunde. Gegen Hamburg, Köln und Gladbach konnte man sich endlich wieder Chancen aus dem Spiel heraus erarbeiten.

3. Nachdem Höler gegen Köln seinen ersten Treffer in der Bundesliga erzielte hatte, war nun auch Kleindienst erfolgreich. Von den Offensiven, die häufig gespielt haben, fehlt nur noch Terrazzino als Torschütze. Kleindienst scheint zusätzlich an seine Laufleistung gegen Köln angeknüpft zu haben und führt diese Statistik an.

4. Auf whoscored.com sind Günter und Höfler als beste Spieler angegeben.

5. Cuisance mit 6 Dribblings. Der scheint Freiburgs Mittelfeld ganz schön durcheinandergewirbelt zu haben.

Offene Fragen:

1. Wie hoch war das Pressing (gerade vor dem Rückstand)?

2. Lange Bälle oder flaches Aufbauspiel? Änderte sich das nach dem Rückstand?

3. Nach der Auswechslung von Schuster: rückte Frantz ins zentrale Mittelfeld oder übernahm Haberer diese Position?

Kommentare

nokraut (nicht überprüft)

Ich hab weniger ein Auge für sowas und hab nebenbei noch die Konferenz auf dem 2. Bildschirm gehabt, daher alles unter Vorbehalt. Kleindienst und Petersen waren meines Erachtens sehr weit zurückgezogen und haben erst spät versucht zu pressen. Mit fortlaufender erster Halbzeit wurde das Pressing etwas höher, gab auch einige Situationen dadurch. Allerdings war dann ein riesiger Raum zwischen Sturm und Mittelfeld, der quasi gar nicht mehr gedeckt wurde. Sky-Kommentator sprach dann von einer Ansage von Schuster nach dem Gegentor, danach wurde wieder später gepresst.

Das Aufbauspiel war so eine Mischung. Es wurde schon teils sehr ordentliches Kurzpassspiel aufgezogen, teils wurden minutenlang Chips über die Mittelfeldreihe probiert. Direkt nach dem Wechsel war Haberer tatsächlich zentral, ist dann aber auch paar mal außen aufgetaucht.

Insgesamt scheint mir das ganze Konzept schon in so weit aufgegangen zu sein, als dass man durchaus hätte in Führung gehen können (sollen?). Nach dem Rückstand hat man erst mal wieder passiver gespielt, als man dann besser ins Spiel kam hat Gladbach sehr auf Konter gespielt. Freiburg hatte Chancen zum Ausgleich.
Das erste Tor entstand zwar durch schwaches Abwehrverhalten, Gladbachs Gefahr durch die vertikalen oder diagonalen hohen Bälle war aber nicht nur beim Tor offensichtlich und hätte noch 1-2 mal öfter zum Tor führen können. Dass es am Ende dann zwei hohe Bälle im Strafraum waren, hat sich jetzt nicht unbedingt abgezeichnet (es flogen keine hundert Flanken in den Strafraum o.ä.).

Man war von der Spielweise eigentlich gut genug, um in Gladbach den Klassenerhalt klar zu machen, hat es aber durch die Abwehrfehler und mangelnde Lufthoheit im eigenen Strafraum letztlich verdient verloren. Wäre man mal früher in Führung gegangen, wozu ausreichend Chancen da waren, wäre das auch der Spielweise mehr entgegengekommen. Mit Eike Immel: "Im großen und ganzen war es ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch anders hätte ausgehen können"

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