Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 4 : 2

Vorneweg: Das Spiel hatte viele Details und viele Szenen mit dem Potenzial mit Toren zu enden. Es gibt in diesem Blogeintrag also weniger als sonst den Anspruch auf Vollständigkeit. Für eine Zusammenfassung empfehle ich den Spielbericht vom Kicker. Das Spiel hatte ein hohes Niveau, Freiburg teilweise gute Phasen, aber Mönchengladbach ist momentan etwas zu gut und hat verdient gewonnen.

1. Aufstellung und taktische Herangehensweise

Es gab einige Veränderungen in der Startelf von Freiburg. Gulde bekam seine ersten Minuten, Schlotterbeck durfte mal wieder von Anfang an ran und Borrello, der gegen Leverkusen noch auf dem Platz stand, rückte gänzlich aus dem Kader heraus. Weiterlesen

Bayer 04 Leverkusen – SC Freiburg 1 : 1

Ich fasse mich etwas kürzer, da ich heute Abend noch zu Gast beim Spodcast (Podcast zum SC Freiburg) bin und dort ohnehin länger über das Spiel gesprochen wird.

1. Aufstellung und taktische Herangehensweise

Vorneweg: Es gibt keine Replay-Option bei Sky und heute fällt mir das auf die Füße, da mir eine taktische Veränderung erst spät aufgefallen ist. Wann sie stattgefunden hat, kann ich also nicht mit Bestimmtheit sagen.

Wenn ich es richtig wahrgenommen habe, begann der Sportclub gegen den Ball im 3-4-1-2. Weiterlesen

SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 1 : 0

Das Spiel SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt sorgte für einige Aufregung, die sich auch am Tag danach noch nicht ganz gelegt hat. Grund dafür war ein Rempeln des Frankfurter Kapitäns Abraham gegen den Freiburger Trainer. Dies hier ist nur die Spielanalyse. Eine Einschätzung zum Rempler folgt in Kürze [Nachtrag] und findet sich hier.

1. Die erste Halbzeit

Es wird Herbst im Breisgau. Mehr als die Hälfte der Hinrunde ist gespielt und damit einhergehend macht sich ein gewisser Verschleiß der Spieler bemerkbar. Zwar ist die Liste der Spieler, die wirklich verletzt sind (Abrashi, Kübler, Schwolow und Tempelmann) nicht besonders lang, aber es scheint dennoch einige nicht ganz fitte Spieler zu geben. Waldschmidt und Höfler kamen aus einer Verletzungspause und Streich sagte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, dass unter der Woche einige Spieler pausieren mussten. Durch die Sperre von Haberer (Platzverweis in Bremen) war es also nicht absehbar, wer nun in der Startelf stehen würde und wie insbesondere das Zentrum aussehen sollte. Streich entschied sich dann für eine 4-4-2-Formation mit Koch und Höfler im Mittelfeld. Weiterlesen

SV Werder Bremen – SC Freiburg 2 : 2

Kurz Vorneweg: Ich bin erkältet. Das Gehirn fühlt sich an, wie von einer Schleimschicht umgeben und funktioniert noch schlechter als gewohnt. Genauer gesagt, leidet darunter erstens die Konzentration und zweitens – damit verbunden – die Fähigkeit aufeinander aufbauende Gedankengänge konsistent zu verfolgen. Genau das wäre aber für eine Taktikanalyse des Spiels Werder Bremen gegen den SC Freiburg nötig gewesen. Kohfeldt wechselte häufig die Formation, wodurch sich der Sportclub zumindest beim Anlaufverhalten der ersten Reihe anpassen musste. Eben diese Wechselwirkungen habe ich gerade nicht ganz auf dem Schirm. Das macht aber nichts, denn bei Spielen gegen Bremen gibt es ja immer die Analyse von Tobias Escher bei der Deichstube. Ich konzentriere mich bei diesem Text auf den Sportclub und hoffe, dass dadurch keine groben Lücken entstehen. Weiterlesen

SC Freiburg – RB Leipzig 2 : 1


1. Aufstellung und Herangehensweise

Es war das gewohnte 3-4-3/ 5-2-3 mit der Dreierkette Heintz, Koch und Lienhart. Günter und Schmid spielten auf den Außen, Höler, Waldschmidt und Haberer im Sturm. Im Zentrum durfte Tempelmann das erste Mal neben Höfler auflaufen.

Nagelsmann ließ mal wieder nicht mit seinem Hoffenheimer System spielen, sondern setzte auf das typische RB-System: 4-2-2-2, das mit ihm aber mehr auf Ballbesitz und eben nicht nur den Umschaltmoment ausgelegt ist. Weiterlesen

SC Freiburg – FC Augsburg 1 : 1

Ich fasse mich etwas kürzer, da ich an diesem Wochenende noch mit einem anderen Projekt zum Fußball beschäftigt bin.

1. Aufstellung und Spielanlage

Etwas überraschend gab es in der Startaufstellung keine personellen Veränderungen im Vergleich zum letzten Spiel. Das bedeutete auch, dass Borrello auf der Tribüne und Sallai, Kwon, Grifo und Waldschmidt auf der Bank Platz nehmen mussten. Auch das System blieb mit dem 3-4-3 zunächst unverändert, wurde aber in Details an den Gegner angepasst. Weiterlesen

TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg 0 : 3


1. Ein ängstlicher Christian Streich?

In den einschlägigen Diskussionsorten des Internets wurde die Aufstellung, die sich Christian Streich mit seinem Team für das Auswärtsspiel in Sinsheim ausgedacht hatte, nicht wirklich positiv aufgenommen. Waldschmidt, Sallai und Kwon saßen auf der Bank, während Höler und Frantz von Beginn an spielen sollten. Zusätzlich wurde noch ein System mit Dreierkette gewählt, was wohl viele Fans noch an die vorletzte Rückrunde erinnert. „Ängstlichkeit“ und „zu viel Defensive“ gerade bei Auswärtsspielen ist da ein beliebter Vorwurf an den Trainer. Es wäre zu einfach dagegenzusetzen, dass Streich ein mutiger und offensiver Trainer sei, da dies eben auch nicht ganz richtig ist. Das Problem an diesen Aussagen liegt eher in den viel zu groben Kategorien.
Wenn man sich länger mit dem SC Freiburg beschäftigt, bemerkt man schnell, dass Streich ein Trainer ist, der viel an das Spiel gegen den Ball denkt. Dabei wählt er aber sehr häufig einen eher aktiven Ansatz. Die erste Pressinglinie läuft meistens einige Meter in der gegnerischen Hälfte die Innenverteidiger an, die eigenen Abwehrreihe rückt weit auf, um die Räume im Zentrum engzumachen und Abstöße des Gegners werden oft zugestellt. Dafür braucht es Stürmer, die erstens durchgehend viel laufen, zweitens so geschickt anlaufen können, dass in ihrem Rücken der Passweg ins Zentrum geschlossen wird und drittens erkennen, wenn ihre Pressinglinie überspielt ist, um schnell wieder hinter den Ball zu kommen. Das Spiel des Sportclubs wirkt meisten in jenen Spielen besonders defensiv, in denen das Anlaufen nicht funktioniert und die Mannschaft über längere Phasen an den eigenen Strafraum gedrängt wird.
Mit dem Ball ist der Sportclub keine Mannschaft, die im letzten Drittel lange den Ball hält. Längere Ballzirkulationen gibt es meist nur in der Aufbauphase. Im letzten Drittel versucht man schnell in Abschlusspositionen zu kommen, entweder durch Flanken oder durch riskante Pässe an den Strafraum. Bei diesem Ansatz kommt es häufig auf Kleinigkeiten an. Rutscht der Ball drei-, viermal von etwa 15 Versuchen in einer Halbzeit durch, bekommt man als Zuschauer schnell das Gefühl, der Sportclub hätte eine große Durchschlagskraft im letzten Drittel. Funktioniert es zweimal weniger, sieht es schon etwas ideenlos aus. Weiterlesen

SC Paderborn 07 – SC Freiburg 1 : 3


1. Die Aufgabe

Der SC Paderborn unter Steffen Baumgart gehörte schon letztes Jahr zu den spannendsten Mannschaften in Deutschland. Der Kader wurde zumeist mit sehr unbekannten Spielern aus der dritten und vierten Liga zusammengestellt und dennoch ist der Ansatz auf dem Platz mutig und offensiv. Gegen den Ball verbreitet Paderborn wahnsinnigen Stress durch aggressive Zweikämpfe gegen den Ballführenden Spieler. Wird der Ball erobert, kommt direkt ein Steilpass auf sehr schnelle Stürmer hinter die Kette. Der Spielstil erinnert an RB Leipzig, wird aber weniger sauber ausgeführt, sondern ist vor allem auf Aktivität aus. Pressing, Steilpass, Gegenpressing bei Ballverlust, Steilpass, immer schnell den Abschluss suchen usw. Für den Gegner bedeutet das andauernden Druck, gerade wenn man den Ball hat.
Das sprach Streich auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel an und ließ durchblicken, dass man sich etwas überlegt hätte. Was man sich als Antwort auf die für einen Aufsteiger ungewöhnliche Spielweise überlegt hatte, blieb aber im Dunkeln. Weiterlesen