Blogpause

Liebe Leserinnen und Leser,

schon beim normalen gesellschaftlichen Betrieb frage ich mich häufiger, ob das passive Verfolgen von Profifußball die richtige Form der Zerstreuung ist. Angesichts der globalen Gesundheitskrise, den sich abzeichnenden wirtschaftlichen Folgen unter denen besonders prekär Beschäftigte und Arbeitslose leiden werden und den enormen staatlichen Reaktionen, erscheint sie mir momentan aber noch unangebrachter als sonst. Somit werden hier in nächster Zeit keine Artikel zum Sportclub Freiburg oder der Bundesliga veröffentlicht.

Nutzt die fußballfreie Zeit, um euch zu informieren, Nachbarschaftshilfen aufzubauen, Freunden, die ihre Lebensgrundlage verlieren, unter die Arme zu greifen, die Profitorientierung im Gesundheitswesen zu skandalisieren, auf die Lebensverhältnisse von Obdachlosen, Geflüchteten usw. und die geschlechtliche Verteilung von Haus- und Betreuungsarbeit hinzuweisen. Bleibt kritisch bei den staatlichen Eingriffen in die Privatsphäre (Einschnitte sind in dieser Notlage sicherlich nicht zu vermeiden. Im Gegenteil wäre dies höchst Fragwürdig. Solange man allerdings, um seine Mietwohnung halten zu können, noch in Trams und U-Bahnen zu Jobs fahren muss, deren uneingeschränkte „Systemrelevanz“ fragwürdig bleibt und hygienische Mindeststandards nicht eingehalten werden (z. B. Amazon, die sich nicht auf die Ausfuhr lebensnotwendiger Güter beschränken), scheint das Verbot von Spaziergängen mit einer weiteren Person (Frankreich, Spanien) nicht verhältnismäßig). Meidet Hamsterkäufe in den aktuell überfüllten Supermärkten.

Was momentan aber am wichtigsten erscheint, ist, dass man sich nur physisch und nicht sozial isoliert.

SC Freiburg – 1. FC Union Berlin 3 : 1

1. Die Aufgabe

Die Pressekonferenz von Streich vor dem Spiel gegen Union Berlin war sehr interessant. Der Freiburger Trainer sprach viel über den Gegner und stellte dessen spezifischen Stärken heraus. Er lobte die Kadertiefe, die es Urs Fischer ermöglichte, im Pokalspiel unter der Woche viele Wechsel vorzunehmen, ohne dadurch größere Qualitätsschwankungen auszulösen. Die Spielweise der Hauptstädter folgt einem klaren Konzept. Sie haben wenig Ballbesitz und spielen sehr vertikal, gerne auch mit langen Bällen von Gikiewicz auf Andersson. Gegen den Ball pressen sie intensiv, Mannorientiert und greifen gerne mal zu taktischen Fouls, die allerdings so früh den Angriff unterbinden, dass man keine Verwarnung provoziert. (In diesem Spiel 5:20 Fouls) Weiterlesen

Hopp und die Empörungswelle

1. Einleitung

Der folgende Text ist der Versuch aufzuzeigen, dass man bei der Thematik Hopp einen Standpunkt einnehmen kann, der prinzipielle Kritik am Feindbild Investor übt, Beleidigungen und Provokationen nicht prinzipiell aber in diesem Fall verurteilt und gleichzeitig die Empörungswelle gegenüber den Beleidigungen als vollkommen überzogen betrachtet. Ich hoffe, das gelingt. Weiterlesen

Borussia Dortmund – SC Freiburg 1 : 0

1. Die Aufgabe

Es ist nicht leicht, sich gegen einen Gegner wie Dortmund in der aktuellen Situation einen guten Plan zurechtzulegen. Man möchte sich nicht dauerhaft an den eigenen Strafraum drängen lassen, da der Gegner so kombinationsstark ist. Andererseits wäre ein hohes Pressing riskant. Durch Hummels gibt es immer die Möglichkeit eines sehr genauen Passes hinter die letzte Linie. Beides gleichzeitig wird man nicht verhindern können, denn sonst wären die Abstände zwischen den Ketten zu groß. Ebenso wie diese verschiedenen Möglichkeiten im Spiel nach vorne könnte man die einzelnen Mannschaftsteile von der Borussia durchgehen. Die Außen Hakimi und Guerreiro sind sehr schnell. Gleichzeitig ist das offensive Zentrum mit Sancho, Brandt und Hazard hervorragend besetzt und von hinten schieben Can und Witsel nach. Es gibt auf dem Papier im Prinzip kaum eine sichere Variante, die man Dortmund entgegensetzen könnte. Und dann soll man noch Ideen haben, wie man selbst zu Torchancen kommt. Weiterlesen