1. FC Köln – SC Freiburg 4 : 0


Ich war an diesem Wochenende in Köln im Stadium und konnte das Spiel nur aus weiter Entfernung und nicht ganz so konzentriert sehen wie sonst. Da es zusätzlich ein eher frustrierendes Erlebnis war, beschränke ich mich hier darauf, nur zwei, drei Aspekte des Spiels herauszuheben.

1. Schwierigkeiten gegen Aufsteiger

Fünf von sechs Spielen gegen die Aufsteiger der letzten Saison hat Freiburg verloren. Gerade gegen Union und Köln konnte man in den vier Spielen einige Gemeinsamkeiten feststellen. Wenn der Gegner diszipliniert gegen den Ball arbeitete, hatte der Sportclub regelmäßig große Probleme, Chancen zu erspielen. Die jeweiligen Umstellungen hatten dabei auch nur wenig positiven Einfluss auf das Spielgeschehen. Geriet man in Rückstand, versuchte Streich meistens mehr Spieler nach vorne zu bringen und der SC wurde anfällig für Umschaltaktionen des Gegners. Hier scheint man noch kein gutes Mittel gefunden zu haben, sich spielerisch durchzusetzen und eine gute Konterabsicherung aufrechtzuerhalten.

Gegen Köln war die Anfangsphase noch ganz okay. Freiburg spielte sich teilweise ins letzte Drittel, traf einmal die Latte nach einer Ecke und ließ nach hinten wenig zu. Mit der Zeit schaffte es Köln aber vor allem defensiv das Zentrum zu schließen. Das reichte auch schon, da Günter und Schmid nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Nachdem die Heimmannschaft so ins Spiel gefunden hatte, gelangen ihr auch die offensiven Aktionen besser und sie schossen das 1:0. Freiburg wirkte daraufhin leicht verunsichert und ließ weiter Abschlüsse zu, ohne systematisch selbst in gefährliche Räume zu kommen. Nur ein wunderschöner langer Ball von Koch auf Kwon, dessen Tor von einem gut reagierenden Horn vereitelt wurde, machte einem noch Hoffnung auf eine bessere zweite Halbzeit.

Nach der Pause brachte Streich Waldschmidt für Haberer und Höler rückte ins Mittelfeld. Diese ungewöhnliche Umstellung änderte aber nicht viel. Nach dem 0:2 stellte Streich dann auf ein 4-4-2 um und Koch ging ins Mittelfeld.
Diese ganze Phase erinnerte sehr stark an die beiden Spiele gegen Union und das letzte gegen Paderborn. Man hatte nie wirklich das Gefühl, dass der Sportclub noch gefährlich werden könnte, kann aber auch im Nachhinein nicht so richtig benennen, was die expliziten Gründe dafür sind. Die beiden Gegentore in der Nachspielzeit passten dann zu diesem unglücklichen Tag, an dem nichts zu funktionieren schien.

2. Personelle Wechsel im nächsten Spiel?

Nach dem Spiel gegen Paderborn gab es keine größeren Wechsel. Es könnte sein, dass Streich den Spielern noch einmal die Gelegenheit geben wollte, sich nach dem letzten Spiel besser zu präsentieren. Das hat leider nicht funktioniert.

Drei positive Ausnahmen kann man wohl nennen.
– Schwolow parierte sogar noch einige Schüsse des Gegners und hielt Freiburg noch etwas länger im Spiel.


– Kwon war weiterhin sehr dynamisch. Offensiv schien er der einzige zu sein, dem zumindest einzelne Aktionen gelangen.


– Robin Koch hatte mal wieder die undankbare Aufgabe auf drei verschiedenen Positionen zu spielen. Zunächst in der Dreierkette, dann als eher defensiver Sechser, dann noch offensiver, um Kopfballduelle im letzten Drittel zu führen.
Gerade in der Abwehr bestritt er ein sehr interessantes Duell gegen Cordoba, der immer wieder mit viel körperlichem Einsatz lange Bälle abschirmte. Diese Zweikämpfe waren sehr ausgeglichen geführt und stellten eine schwierige Aufgabe für den Schiedsrichter dar. Beide zeigten meistens so viel Körpereinsatz, dass man einen Freistoß in beide Richtungen hätte geben können.

Es wird nun interessant, wie Christian Streich auf die beiden letzten Spiele reagiert, in denen sich einige Spieler nicht so gut präsentiert haben. Allerdings muss man auch zugeben, dass sich Waldschmidt, Grifo, Abrashi und Sallai bei ihren kürzeren Einsätzen auch nicht von ihren Mitspielern abheben konnten. Mit den vier genannten, Frantz, Schlotterbeck, Lienhart, Borrello und vielleicht auch Tempelmann gibt es allerdings genug Optionen, um im nächsten Spiel ein paar sogenannte Reizpunkte setzen zu können.

Ob man auch die Formation umstellen wird, bleibt fraglich. Gerade die beiden Tore in der Nachspielzeit zeigten, dass die Restverteidigung ohne Koch nicht ganz so stabil ist.

 

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