Vorbericht: Hertha BSC – SC Freiburg (mit Marc Schwitzky)

Als Vorbereitung auf das Spiel am Samstag habe ich Marc Schwitzky ein paar Fragen zum Gegner Hertha BSC gestellt, die ich gemeinsam mit seinen Antworten unverändert hier veröffentliche. Ein Text, der auf Antworten von mir und Fragen von Chris basiert, wird demnächst auch auf dem Blog (Link Blog) Hertha Base (Link Twitter) erscheinen.

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SC Freiburg – VfL Wolfsburg 1 : 0


1. Aufstellung und taktische Herangehensweise

Der SC Freiburg konnte in dieser Saison besonders durch defensive Stabilität beeindrucken. In den letzten beiden Spielen gegen Leverkusen und Gladbach gab es allerdings zwei (wie man im Fußballdeutsch sagt) „Chancenfestivals“ für den Gegner. Das hatte zum einen mit der hohen Qualität der Offensivreihen zu tun, zum anderen mit einer recht mutigen Herangehensweise der Freiburger. Gegen Leipzig presste Freiburg selten so hoch wie gegen Gladbach. Streich entschied sich in seiner 300. Partie als Cheftrainer der Profimannschaft des SC Freiburg für ein eher defensives 5-2-3. Koch rückte zurück in die Innenverteidigung, Haberer besetzte den Platz neben Höfler, Sallai übernahm die Rolle des rechten Außenstürmers und Schlotterbeck musste wieder auf die Bank. Weiterlesen

Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 4 : 2

Vorneweg: Das Spiel hatte viele Details und viele Szenen mit dem Potenzial mit Toren zu enden. Es gibt in diesem Blogeintrag also weniger als sonst den Anspruch auf Vollständigkeit. Für eine Zusammenfassung empfehle ich den Spielbericht vom Kicker. Das Spiel hatte ein hohes Niveau, Freiburg teilweise gute Phasen, aber Mönchengladbach ist momentan etwas zu gut und hat verdient gewonnen.

1. Aufstellung und taktische Herangehensweise

Es gab einige Veränderungen in der Startelf von Freiburg. Gulde bekam seine ersten Minuten, Schlotterbeck durfte mal wieder von Anfang an ran und Borrello, der gegen Leverkusen noch auf dem Platz stand, rückte gänzlich aus dem Kader heraus. Weiterlesen

Bayer 04 Leverkusen – SC Freiburg 1 : 1

Ich fasse mich etwas kürzer, da ich heute Abend noch zu Gast beim Spodcast (Podcast zum SC Freiburg) bin und dort ohnehin länger über das Spiel gesprochen wird.

1. Aufstellung und taktische Herangehensweise

Vorneweg: Es gibt keine Replay-Option bei Sky und heute fällt mir das auf die Füße, da mir eine taktische Veränderung erst spät aufgefallen ist. Wann sie stattgefunden hat, kann ich also nicht mit Bestimmtheit sagen.

Wenn ich es richtig wahrgenommen habe, begann der Sportclub gegen den Ball im 3-4-1-2. Weiterlesen

Audio: Zu Gast bei Neues vonne Pommesbude

Diese Woche war ich zu Gast beim Podcast Neues vonne Pommesbude. Mit dabei waren der Moderator Dennis Scheffler und der Dauergast Alex Berzel. Wir sprachen über die Europameisterschaft, den SC Freiburg, den Abstiegskampf in der Bundesliga, Köln, Mainz und Bremen.

Die Folge gibt es hier.

 

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Länderspielpause: Ein Blick in die Zukunft

Folgender Text behandelt etwas allgemeiner den Freiburger Höhenflug in dieser Saison. Schon nach dem 7. Spieltag gab es einen Text dazu. Um ständige Wiederholungen zu vermeiden, wird also nicht noch einmal betont, dass keine größeren Abgänge gab, welche Vorteile das neue 3-4-3 hat, wie es etwas genauer mit den Statistiken aussieht (also auch Glück dabei war) usw. Ganz ohne Überschneidungen geht allerdings auch nicht.

1. Stand der Dinge

Ein Drittel der Saison ist gespielt und es ist Länderspielpause. Der Sportclub Freiburg belegt momentan den vierten Platz in der Bundesliga und ist damit bisher die Überraschung der Saison. Auch die Erzählung, Freiburg hätte nur von einem leichten Auftaktprogramm profitiert, überzeugt nicht mehr. Im Gegenteil wurden 11 der 21 Punkte in den Spielen gegen Hoffenheim, Bremen, Frankfurt, Leipzig und Dortmund gesammelt. Gegen Union Berlin, Augsburg und Köln musste man Punkte liegen lassen und auch die Spiele gegen Düsseldorf und Paderborn waren zwar erfolgreich, aber äußerst knapp. Dennoch hat der Freiburger Lauf schon auch mit dem Spielplan zu tun. Es waren allerdings nicht die insgesamt individuell nicht so gut besetzten Gegner in den ersten Spielen, sondern die Zeitpunkte, an denen man auf bestimmte Gegner traf. Diese waren teilweise sehr von Vorteil, was man vor der Saison aber noch nicht wissen konnte. Auf Hoffenheim, Dortmund, Bremen, Frankfurt und auch Leipzig traf der Sportclub jeweils in einer Phase, in der sie ihre Möglichkeiten aus verschiedenen Gründen nicht voll ausnutzen konnten. Weiterlesen

Abraham, Grifo und Streich

Im Spiel Freiburg gegen Frankfurt gab es noch eine Szene, die zu schwer erträglichen Diskussionen in den sozialen Medien führte. Eine kurze Beschreibung:
In der Nachspielzeit gab es einen Befreiungsschlag der Freiburger aus dem eigenen Strafraum. Der Ball flog über den halben Platz in die technische Zone des Sportclubs auf Christian Streich zu. Der Frankfurter Kapitän Abraham rannte dem Ball in hohem Tempo hinter. Streich wich dem Ball aus, steckte die Hände in die Hosentasche und stellte sich wieder an seinen ursprünglichen Platz. In der Wiederholung konnte man sehen, dass er zusätzlich etwas sagte, was eigentlich nur Abraham gelten konnte. Der Frankfurter Kapitän verlangsamte sein Tempo nicht, lief auch nicht um Streich herum, sondern gab dem Freiburger Trainer einen Bodycheck. Dieser flog hin, konnte aber sofort wieder aufstehen. Soweit zum ersten Teil der Szene.
Die Reaktion darauf war ein kollektives Aufspringen der Freiburger Bank. Mindestens zehn Freiburger bewegten sich in Richtung Abraham und bedrängten ihn, um es neutral auszudrücken. Beim zweiten Hinsehen wurde deutlich, dass ein Teil der Freiburger tatsächlich auf den Frankfurter losging, Grifo ihm sogar an den Hals und ins Gesicht griff, ein anderer Teil hingegen versuchte, seine Kollegen zurückzuhalten.
Schiedsrichter Brych blieb ruhig, gab Abraham die rote und dem Co-Trainer Bruns die gelbe Karte. Der Video-Assistent machte den Feldschiedsrichter auf das Vergehen von Grifo aufmerksam, der nach dem Review ebenfalls die rote Karte sah. Weiterlesen

SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 1 : 0

Das Spiel SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt sorgte für einige Aufregung, die sich auch am Tag danach noch nicht ganz gelegt hat. Grund dafür war ein Rempeln des Frankfurter Kapitäns Abraham gegen den Freiburger Trainer. Dies hier ist nur die Spielanalyse. Eine Einschätzung zum Rempler folgt in Kürze [Nachtrag] und findet sich hier.

1. Die erste Halbzeit

Es wird Herbst im Breisgau. Mehr als die Hälfte der Hinrunde ist gespielt und damit einhergehend macht sich ein gewisser Verschleiß der Spieler bemerkbar. Zwar ist die Liste der Spieler, die wirklich verletzt sind (Abrashi, Kübler, Schwolow und Tempelmann) nicht besonders lang, aber es scheint dennoch einige nicht ganz fitte Spieler zu geben. Waldschmidt und Höfler kamen aus einer Verletzungspause und Streich sagte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, dass unter der Woche einige Spieler pausieren mussten. Durch die Sperre von Haberer (Platzverweis in Bremen) war es also nicht absehbar, wer nun in der Startelf stehen würde und wie insbesondere das Zentrum aussehen sollte. Streich entschied sich dann für eine 4-4-2-Formation mit Koch und Höfler im Mittelfeld. Weiterlesen

SV Werder Bremen – SC Freiburg 2 : 2

Kurz Vorneweg: Ich bin erkältet. Das Gehirn fühlt sich an, wie von einer Schleimschicht umgeben und funktioniert noch schlechter als gewohnt. Genauer gesagt, leidet darunter erstens die Konzentration und zweitens – damit verbunden – die Fähigkeit aufeinander aufbauende Gedankengänge konsistent zu verfolgen. Genau das wäre aber für eine Taktikanalyse des Spiels Werder Bremen gegen den SC Freiburg nötig gewesen. Kohfeldt wechselte häufig die Formation, wodurch sich der Sportclub zumindest beim Anlaufverhalten der ersten Reihe anpassen musste. Eben diese Wechselwirkungen habe ich gerade nicht ganz auf dem Schirm. Das macht aber nichts, denn bei Spielen gegen Bremen gibt es ja immer die Analyse von Tobias Escher bei der Deichstube. Ich konzentriere mich bei diesem Text auf den Sportclub und hoffe, dass dadurch keine groben Lücken entstehen. Weiterlesen