Vorbericht: 1. FC Union Berlin – SC Freiburg (mit Daniel Roßbach)


Damit man sich als Freiburgfan ein bisschen auf das Spiel am Samstag gegen Union Berlin einstellen kann, habe ich Daniel Roßbach gebeten, drei Fragen zu beantworten:

1. Wie wird Union spielen (Herangehensweise und System)?
2. Was sind aktuellen Probleme/ Stärken?
3. Auf welche drei Spieler sollte man als Fan der gegnerischen Mannschaft ein Auge werfen?


Als Service für Fans des 1. FC Union Berlin beantworte ich im Folgenden ebenfalls die Fragen. Zunächst aber die Antworten von Unioner Seite:

Weiterlesen

Das erste Viertel der Saison (Spieltag 1-7)


Der SC Freiburg belegt nach sieben Spielen in der 1. Bundesliga den 4. Platz mit 14 Punkten, hat gemeinsam mit Schalke und Leipzig die zweitwenigsten Gegentore kassiert (Wolfsburg noch weniger) und gemeinsam mit Leipzig und Gladbach die drittmeisten Tore geschossen (Dortmund und Bayern noch mehr). Wenn ich es richtig aufgeschnappt habe, ist das wohl der beste Saisonstart der Vereinsgeschichte (1. Bundesliga). Da drängt sich die Frage auf, wie es dazu kommen konnte. Ich habe mich auf drei Punkte beschränkt, um sich der Sache zumindest anzunähern, die da wären: Einordnung der Leistung, ein balanciertes Spielsystem und eine gesteigerte Qualität und Quantität im Kader. Weiterlesen

Audio: Zu Gast beim Rasenfunk

Ich war zu Gast beim Podcast „Rasenfunk“ von Max-Jakob Ost und Frank Helmschrott.

Ich denke, ihr kennt dieses Format ohnehin schon und ich muss es nicht einführen. Es wird der komplette Spieltag besprochen (Montagsspiel ausgenommen) und deswegen kommt dort sogar regelmäßig der SC Freiburg vor.

Die circa zwei Stunden Gespräch zum 5. Spieltag findet ihr in eurem Podcatcher oder auf der Rasenfunkseite oder auf Youtube.

Viel Spaß.

 

 

SC Freiburg – FC Augsburg 1 : 1

Ich fasse mich etwas kürzer, da ich an diesem Wochenende noch mit einem anderen Projekt zum Fußball beschäftigt bin.

1. Aufstellung und Spielanlage

Etwas überraschend gab es in der Startaufstellung keine personellen Veränderungen im Vergleich zum letzten Spiel. Das bedeutete auch, dass Borrello auf der Tribüne und Sallai, Kwon, Grifo und Waldschmidt auf der Bank Platz nehmen mussten. Auch das System blieb mit dem 3-4-3 zunächst unverändert, wurde aber in Details an den Gegner angepasst. Weiterlesen

TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg 0 : 3


1. Ein ängstlicher Christian Streich?

In den einschlägigen Diskussionsorten des Internets wurde die Aufstellung, die sich Christian Streich mit seinem Team für das Auswärtsspiel in Sinsheim ausgedacht hatte, nicht wirklich positiv aufgenommen. Waldschmidt, Sallai und Kwon saßen auf der Bank, während Höler und Frantz von Beginn an spielen sollten. Zusätzlich wurde noch ein System mit Dreierkette gewählt, was wohl viele Fans noch an die vorletzte Rückrunde erinnert. „Ängstlichkeit“ und „zu viel Defensive“ gerade bei Auswärtsspielen ist da ein beliebter Vorwurf an den Trainer. Es wäre zu einfach dagegenzusetzen, dass Streich ein mutiger und offensiver Trainer sei, da dies eben auch nicht ganz richtig ist. Das Problem an diesen Aussagen liegt eher in den viel zu groben Kategorien.
Wenn man sich länger mit dem SC Freiburg beschäftigt, bemerkt man schnell, dass Streich ein Trainer ist, der viel an das Spiel gegen den Ball denkt. Dabei wählt er aber sehr häufig einen eher aktiven Ansatz. Die erste Pressinglinie läuft meistens einige Meter in der gegnerischen Hälfte die Innenverteidiger an, die eigenen Abwehrreihe rückt weit auf, um die Räume im Zentrum engzumachen und Abstöße des Gegners werden oft zugestellt. Dafür braucht es Stürmer, die erstens durchgehend viel laufen, zweitens so geschickt anlaufen können, dass in ihrem Rücken der Passweg ins Zentrum geschlossen wird und drittens erkennen, wenn ihre Pressinglinie überspielt ist, um schnell wieder hinter den Ball zu kommen. Das Spiel des Sportclubs wirkt meisten in jenen Spielen besonders defensiv, in denen das Anlaufen nicht funktioniert und die Mannschaft über längere Phasen an den eigenen Strafraum gedrängt wird.
Mit dem Ball ist der Sportclub keine Mannschaft, die im letzten Drittel lange den Ball hält. Längere Ballzirkulationen gibt es meist nur in der Aufbauphase. Im letzten Drittel versucht man schnell in Abschlusspositionen zu kommen, entweder durch Flanken oder durch riskante Pässe an den Strafraum. Bei diesem Ansatz kommt es häufig auf Kleinigkeiten an. Rutscht der Ball drei-, viermal von etwa 15 Versuchen in einer Halbzeit durch, bekommt man als Zuschauer schnell das Gefühl, der Sportclub hätte eine große Durchschlagskraft im letzten Drittel. Funktioniert es zweimal weniger, sieht es schon etwas ideenlos aus. Weiterlesen

Audio: Mit NvP in München

Zur Länderspielpause habe ich mich mit dem Moderator und dem Dauergast des Podcasts Neues vonne Pommesbude getroffen und eine Folge aufgenommen. Es geht um das DFB-Team, den Start der Bundesliga allgemein und selbstverständlich auch um den SC Freiburg.

Hier geht es zur Folge.

Ihr könnt den Podcast aber auch über die normalen Podcatcher abonnieren.

SC Paderborn 07 – SC Freiburg 1 : 3


1. Die Aufgabe

Der SC Paderborn unter Steffen Baumgart gehörte schon letztes Jahr zu den spannendsten Mannschaften in Deutschland. Der Kader wurde zumeist mit sehr unbekannten Spielern aus der dritten und vierten Liga zusammengestellt und dennoch ist der Ansatz auf dem Platz mutig und offensiv. Gegen den Ball verbreitet Paderborn wahnsinnigen Stress durch aggressive Zweikämpfe gegen den Ballführenden Spieler. Wird der Ball erobert, kommt direkt ein Steilpass auf sehr schnelle Stürmer hinter die Kette. Der Spielstil erinnert an RB Leipzig, wird aber weniger sauber ausgeführt, sondern ist vor allem auf Aktivität aus. Pressing, Steilpass, Gegenpressing bei Ballverlust, Steilpass, immer schnell den Abschluss suchen usw. Für den Gegner bedeutet das andauernden Druck, gerade wenn man den Ball hat.
Das sprach Streich auch auf der Pressekonferenz vor dem Spiel an und ließ durchblicken, dass man sich etwas überlegt hätte. Was man sich als Antwort auf die für einen Aufsteiger ungewöhnliche Spielweise überlegt hatte, blieb aber im Dunkeln. Weiterlesen

SC Freiburg – FSV Mainz 05 3 : 0

1. Aufstellung

Nach einer gefühlt sehr langen Sommerpause ging es an diesem Wochenende also wieder los. Der SC Freiburg konnte schon früh seinen Kader punktuell mit Kwon, Jeong, Itter und Schmid verstärken. Qualität in der Spitze ging durch den Abgang von Grifo verloren. In der Breite sind die Leihen von Keven Schlotterbeck und Stenzel zu Union Berlin und Stuttgart zu nennen. Der Verlauf der Vorbereitung brachte einerseits einige Verletzte (Haberer, Kwon, Jeong, Flekken, Itter, Terrazzino, Kleindienst und Kübler (letzten beiden schon letzte Saison)) mit sich, andererseits konnten sich manche in den Fokus spielen, von denen man es nicht unbedingt erwartet hatte. Höler knüpfte an seine kontinuierliche Entwicklung an und Borrello – der Gewinner der Vorbereitung – zeigte seine Dynamik. Neben der Systemfrage gab es im Spiel gegen Mainz also nur eine personelle Entscheidung, die sich nicht wirklich angedeutet hatte. Der als gesetzt erwartete Heintz musste auf der Bank Platz nehmen und für ihn spielte Nico Schlotterbeck. Der verletzte Haberer wurde wie schon beim Pokalspiel im Zentrum arbeitsteilig von Gondorf und Frantz ersetzt.
Streich wählte gegen Mainz ein 3-4-3:
Weiterlesen